• Heuraufe mit Fressluke
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Eine Heuraufe mit Grips – endlich!

Es ist ja nun wirklich kein Geheimnis mehr, dass Pferde Dauerfresser sind.

Kann man super gut auf der Weide beobachten – das Pferd hat den Kopf permanent unten und knabbert am Gras.
Natürliche Fressphasen, die eindeutig überwiegen und Fresspausen, Ruhe- u. Schlafphasen laufen routiniert ab, denn das Pferd ist ein Gewohnheitstier.

Aufgrund seines sensiblen Verdauungssystems (kleiner Magen) halten sich die Fresspausen in Grenzen. Widmet man seinem Pferd mal 24 Stunden auf der Weide entsprechende Aufmerksamkeit stellt man fest, dass das Pferd 2/3 dieser Zeit frisst.

Von daher hat auch Pensionspferden in den Boxen oder auf den Paddocks konstant Raufutter zur Verfügung zu stehen; da erzwungene Fresspausen von mehr als 4 Stunden Magen-Darm-Probleme zur Folge haben. Ein geregelter Tages- u. Fütterungsablauf des Pferdes ist einfach das A & O für dessen Gesundheit und physischem Wohlbefinden.

Ein Pferd, das zu wenig Raufutter zur Verfügung hat, entwickelt Verhaltensstörungen, da es unentwegt Schmacht schiebt. Dessen Magensäure spielt verrückt und aus Magenschmerzen entwickeln sich fatale Magengeschwüre oder gar Koliken.
Um diesem Desaster vorzubeugen gilt es heutzutage bei der Pferdehaltung Hindernisse zu überwinden und das mal ganz ohne Pferd.

24/7 Raufutter klingt utopisch, da das nur bei reiner Weidehaltung oder top organisierten Aktiv- u. Offenställen realisiert wird; die restlichen Pferdehaltungssysteme fallen infolge von Bequemlichkeit, Ignoranz u./o. fachlicher Unwissenheit der Stallbetreiber einfach mal hintenüber.

Die Kombination von Boxenhaltung und Raufutter rund um die Uhr kann von daher allenfalls ein automatisches Fütterungssystem (mehrere kleine Portionen über 24 Stunden verteilt) gewährleisten; aber welcher Pensionsstall bietet das schon?

Dabei geht es doch so viel einfacher und kommt vor allem der natürlichen Futteraufnahme eines Pferdes, dem Fressen vom Boden, am nächsten.
Denn vom Boden fressen sorgt vor allem für die Dehnung des Nackenrückenbandes und die Aufwölbung des Rückens. Und diese beiden so wichtigen Abläufe dürften kundigen Reitern hoffentlich ein Begriff sein.

Also weg mit aufgehängten Heunetzen, da diese absolut kontraproduktiv sind und her mit einer intelligenten Heuraufe.
Am besten eine feuerverzinkte Heuraufe, die sich sowohl an der Boxenwand als auch in der Boxenecke platzieren lässt. Sie ist ca. 200 cm hoch, aufgeteilt in eine obere Tür, die eine einfache Auffüllung garantiert und eine im vorderen, unteren Bereich befindliche Fressluke.
Im Inneren dieser Heuraufe befindet sich eine schräge Bodenplatte, die für das Nachrutschen des Heus sorgt. Ein Gitterabstand von ca. 6 cm garantiert eine sichere Heuentnahme und durch die Fressluke kann Pferd eine gesunde Körperhaltung beim Fressen in der Box einnehmen.

Und was hält Pferd davon?

Endlich Heu satt und keine Magenschmerzen mehr!

 

Bildquelle: Jurina Zwirner, Jürgen Hollweg,
Redaktioneller Beitrag

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